Die Überschrift ist mit einem gewissen Sarkasmus zu sehen. Ich finde es nicht fortschrittlich. Kunst und Kreativität müssen nicht zwingend fortschrittlich sein, oder?
Die Diskussion um KI-generierte Musik nimmt gerade so richtig Fahrt auf. In den letzten Tagen habe ich einige Posts über eine „Band“ gesehen, die einen KI-generierten Song veröffentlicht hat – bzw. deren Label. Ich nenne jetzt mal keine Namen, die meisten wissen ohnehin, worum es geht.
Ich frage mich: Hat man als Musiker nicht eine Art „Ehrenkodex“ und müsste so etwas von vornherein ablehnen? So viel Geld kann dabei doch nicht fließen, dass man sagt: „Egal, scheiß drauf“. Was will man damit überhaupt erreichen? Ruhm und Ehre? Wohl kaum. Fallen wirklich so viele darauf herein, dass es sich lohnt? Sind „wir“, die das verabscheuen, mal wieder so wenige, dass unsere Meinung und unser Geld keine Rolle spielen? Frei nach dem Motto: „Kleinvieh macht auch Mist, wir nehmen jeden Cent mit, der sich mit möglichst wenig Aufwand generieren lässt“? In der Geschäftswelt nach Moral zu suchen, ist ohnehin eher utopisch – kaum ein Label wird freiwillig auf etwas verzichten.
Also liegt es an den Fans und Künstlern, das zu verhindern: Mit bewussten Entscheidungen, Aufklärung und gemeinsamem Einsatz können wir verhindern, dass KI-generierte Musik den Markt übernimmt. Es geht nicht darum, die Technologie komplett zu verbannen, sondern darum, sie kritisch zu hinterfragen und klarzumachen, wie wertvoll echte, menschliche Kreativität ist.
Oder sollen wir doch einen gewaltigen Shitstorm anzetteln? Auf jeden Fall muss die Szene an einem Strang ziehen und beweisen, dass wir zusammenhalten, wenn es drauf ankommt!