Nach dem Aus von Rock Chicks Radio brauchte ich erst einmal ein bisschen Abstand. 13 Jahre RCR und insgesamt 15 Jahre vor dem Mikrofon haben natürlich ihre Spuren hinterlassen – das musste ich erst einmal verdauen. Zunächst genoss ich die neu gewonnene Freiheit sehr. Schließlich bedeutet die Vorbereitung einer wöchentlichen Radioshow enorm viel Arbeit und hat extrem viele Stunden gefressen. Ich habe es zwar immer leidenschaftlich gern gemacht, aber die Entscheidung, das Radio an den Nagel zu hängen, ist mir alles andere als leichtgefallen.
Kaum zogen jedoch ein paar Monate ins Land, da packte mich schon wieder die Lust. Durch Zufall stieß ich in einer Musikgruppe auf den Beitrag eines DJs, der für seine Mixcloud-Show warb. Mein erster Gedanke: Wie soll das denn gehen – was ist mit GEMA, GVL und Co.? Genau diese Kosten waren schließlich einer der Gründe für mein Radio-Aus. Nach ein paar Tagen Recherche stellte sich heraus: Mixcloud sichert rechtlich tatsächlich alles ab, da die Lizenzgebühren bereits über die Platform-Nutzung abgedeckt sind. Natürlich existieren auch andere Anbieter oder Sender, bei denen man gratis senden könnte, aber dort warten ganz andere Stolpersteine: Nervige Werbeunterbrechungen, miese Audioqualität, Zensur bestimmter Tracks … etc. Ich konnte es kaum glauben, dass all das bei Mixcloud kein Thema sein sollte.
Ich meldete mich also versuchsweise an. Zu Beginn nutzte ich den Gratis-Account, merkte aber schnell: Die kostenfreie Variante bremst mich aus, da sie logischerweise einige Einschränkungen mit sich bringt. Kurzerhand habe ich auf die Premium-Version aufgestockt und direkt losgelegt. Mittlerweile sind schon sieben Shows online. Obwohl ich kaum die Werbetrommel rühre, kann sich die Reichweite für den geringen Aufwand echt sehen lassen.
Ich habe wieder voll Blut geleckt! Jetzt muss ich mich fast schon bremsen, um euch nicht direkt mit Content zu überfluten – ein Überangebot bringt schließlich auch niemandem etwas.
So viel zur Vorgeschichte! Hier drunter geht es direkt zu meiner Mixcloud-Seite – schaut euch um, hört rein und habt Spaß damit. Legt euch ruhig die Pro-Version zu: Die Klangqualität ist spürbar besser und ihr könnt nach Belieben vor- oder zurückspulen. 8 Euro im Monat sind wirklich kein Vermögen, und das Angebot ist riesig – ich habe selbst schon einige großartige DJs in meinen Favoriten gespeichert.
