Crimson Glory – Chasing The Hydra
BraveWords Records
Release: 17. April 2026
Starker Wiedereinstieg nach 26 Jahren!

Schon beim ersten Ton ist klar, wohin die Reise geht. Crimson Glory verleugnen ihre Vergangenheit nicht, ganz im Gegenteil, sie wird zelebriert. Crimson Glory entführen uns in eine Welt in der Red Sharks und Azrael allgegenwärtig waren, die Queen Of The Masquerade und die Dragon Lady hatten ein Heart of Steel und fühlten sich Lonely In Dark Places.
Crimson Glory wurde 1983 in Sarasota, Florida, gegründet. Das klassische Line-up bestand aus dem Sänger Midnight, den Gitarristen Jon Drenning und Ben Jackson, dem Bassisten Jeff Lords und dem Schlagzeuger Dana Burnell. In dieser Besetzung erlangten sie Mitte der 1980er Jahre internationalen Ruhm und galten neben Bands wie Queensrÿche, Dream Theater, Fates Warning und Watchtower als Pioniere der amerikanischen Progressive-Metal-Bewegung. Neben den Gründungsmitgliedern Ben, Jeff und Dana gab die Band 2023 den Neuzugang des fantastischen Sängers Travis Wills und des Gitarristen Mark Borgmeyer bekannt.
Chasing The Hydra ist das erste neue Album seit 26 Jahren. Ein richtig starkes Album liegt hier im Player. Ihre Wurzeln können sie natürlich nicht verstecken und das ist auch gut so, die Fans erwarten bei Crimson Glory genau das und nichts Innovatives und Modernes. Sie bleiben sich treu, ohne sich zu kopieren, das muss man auch erst mal schaffen. Das ist kein Album, das man in einem Rutsch versteht, nebenbei hören ist auch tabu, sonst entgeht einem einfach etwas. Fans, die sich nur in diesem Segment bewegen, hören vielleicht schon die ein oder andere Parallele zu anderen Bands – ich hingegen habe mich viele Jahre nur noch mit AOR und Hardrock beschäftigt, daher fehlt mir schlicht der Überblick über dieses Genre der letzten 10 Jahre.
Aber wer hat bitte dieses hässliche Cover-Artwork abgesegnet? Wenn ich da an das legendäre Cover vom Debüt denke: einfach nur die Maske und zwei Rosen auf schwarzem Hintergrund, das hatte Kraft und Ausstrahlung. Die Darstellung der Hydra mit Drachenköpfen, anstatt der sonst üblichen Schlangen, verstehe ich ja noch, aber was ist das da in der Mitte? Was bewacht die Hydra? Das Kryptonit des Metals? Es heißt zwar immer „don’t judge a book by its cover“, aber bei Tonträgern soll das Cover doch aufmerksam machen, Kaufanreiz bieten – den Kaufanreiz bietet hier der Name, nicht das Cover.
Angel In My Nightmare ist ein Monstersong, den ich als Anspieltipp nennen möchte, hier zeigt die Band, was in ihr steckt: Power, Prog, Gefühl und Ruhe, alles in einem Song. Bei Beyond The Unknown denke ich mehrmals, das ist doch Midnight und nicht Travis, einfach nur unglaublich, wie der Kerl klingt. Live konnten sich einige ja schon beim Rock Hard Festival 2025 davon überzeugen, dass es die Jungs noch können. Wer diese Gelegenheit nicht hatte, der hat in 2026 noch einige Möglichkeiten, weiter unten stehen die Tourdaten. Das war’s, viel spaß mit den Videos! Ich hoffe das war keine Lost Reflection und wir hören in den nächsten Jahren noch viel von dieser großartigen Kult-Band.
Track Listing:
Redden The Sun
Chasing The Hydra
Broken Together
Angel In My Nightmare
Indelible Ashes
Beyond The Unknown
Armor Against Fate
Pearls Of Dust
Triskaideka
Don’t miss Crimson Glory on the road in 2026:
May 16 – 17 – San Luis Potosí, Mexico – San Luis Metal Fest
June 12-13 – Santurtzi, Spain – Kabiefest
June 12-14 – Leeuwarden, Netherlands – Into the Grave Festival
July 3-5 – Néa Anchiálos, Greece – Golden R Festival
July 3-5 – Cartagena, Spain – Rock Imperium Festival
July 3-6 – Knislinge, Sweden – Time To Rock
July 4 – Sofia, Bulgaria – Club Live & Loud
July 17-19 – Cremona, Italy – Luppolo In Rock
July 29-Aug 1 – Wacken, Germany – Wacken Open Air
August 5 – Turock – Essen, Germany
August 6-9 – Kortrijk, Belgium – Alcatraz
August 8-9 – Geiselwind, Germany – Keep it True Legions
September 9-12 – Atlanta, GA – ProgPower USA